Sonntag, 09.11.2014

Althippies on Tour

Freitag Morgen, 8:30 Uhr am Flughafen in Muenchen. Wir gehen durch die Passkontrolle. Dort sitzen zwei nette Polizeibeamte. Sie kontrollieren Kurtls Pass und wollen von ihm wissen, wohin die Reise geht. Auf die Antwort Indien / Goa gucken sie ihn entgeistert an und fragen, was er denn dort will. Kurtl meint nur trocken: "Sex, Drugs and Rockn Roll, wie frueher eben"! Sie brechen in lautes und etwas unglaeubiges Gelaechter aus. Kurtl zeigt auf die drei Damen, die ihm folgen und meint, "die kommen mit mir". Die Herren Polizeibeamten lachen noch lauter. Daraufhin erklaere ich, dass es sich bei unserer Gruppe um zwei seiner Exfreundinnen handle, nur Renate, haette noch keine Erfahrungen mit ihm gesammelt. Es ist immer wieder schoen, wenn Polizisten froehlich sind. Jeden Tag eine gute Tat.

 Elisabeth

Urlaubsvorfreude

Mittwoch, 12.11.2014

Speed Breaker: Dabolim Flughafen - Ashyana Yoga Centre

Endlich, mit sechsstuendig Verspaetung auf Goa gelandet. Wir atmen durch und schlliessen kurz die Augen, der grelle Sonnenschein blended. Und trotz aller Befuerchtungen von Elisabeth, unser Gepaeck kommt vollstaendig an. Unser Taxifahrer war natuerlich weg. Kein Problem, am Ausgang stuertzen sich jede Menge seiner Kollegen auf uns. Als Richtpreis hatten wir von der Agentur ca. 20 Euro genannt bekommen. Das erste Angebot lag schon weit darunter. Nach kurzer Verhandlung senkt der Vermittler (eher Kundenfaenger) den Preis noch einmal. Ich staunte, es wurde ein offizieller Auftragszettel ausgefuellt. Diesen erhielt ein grauhaarigen, serioeswirkender aelterer Mann. Wir verstanden, dass ist unser Taxifahrer.

Dieser schnappte sich mit einer heftigen Bewegung meinen Rolli und eilte Richtung Taxis los. Ich wollte, dass er einen der Koffer der drei Maedls nimmt, aber da war er schon gut 10 Meter weg und ich hattezu tun, ihm hinterher zu kommen. So nach dem Motto: Die Maedls werden dem Mann schon folgen. Die dreihundert Meter zu seinem Auto schafften wir in rekordverdaechtiger Zeit. Dort angekommen, beschlossen die Maedls, dass ich vorne sitzen sollte. Der Fahrer bemuehte sich auffaellig sorgsam, dass ich angeschnallt bin. Achtung Linksverkehr, sagte ich mir. Dann ging’s los.

Der Fahrer schob langsam, ohne jede Hektik seine Hand zum Fenster hinaus, hupte, gab Vollgas und legt los. Wuetendes Hupen antwortete uns. Unser Fahrer war die Ruhe selbst. Dann, ohne Ankuendigung eine Vollbremsung, das war eine Luecke im Mittelstreifen, er wendete und reihte sich wieder mit einem grellen Hupton in den Gegenverkehr ein. Etwa 40 Meter passierte nichts, dann eine Vollbremsung – auf Null herunter – warum das? Das Auto wurde durch einen Stoss in die Hoehe gehoben, plumste kurz danach zu Boden, Vollgas und weiter ging es. Schlaefrig (!) dahinfahrende Roller oder Motorradfahrer wurden grundaetzlich angehupt. Da die Strassen voller Motorradfahrer waren, ertoente seine Hupe ununterbrochen. Dazwischen angelte sich unser Taxifahrer mal eine Wasserflasche vom Autoboden und trank oder nahm aus einer Tasche etwas zum Essen.

Kreisverkehre gibt es in Goa zuhauf, doch diese dienen nicht zur Verkehrtsberuhigung, sondern stellen echte Herforderungen fuer die Fahrer dar. Unser Taxler gab vor jedem Kreisverkehr Vollgas, hupte und erzwang sich so einen Zugang zum Kreis. Beim Einfaedeln ging es haarscharf zu. Elisabeth schlug sich jedesmal die Hand vors Gesicht, schuettelte den Kopf und murmelt etwas, ich kann nicht mehr hinschauen – und – so einen Art Hilferuf: Lass uns einfach ankommen. Immerhin waren wir schon 36 Stunden (weniger oder mehr) ohne Schlaf unterwegs.

Doch unser Fahrer hatte kein Mitleid. Ich hoffte, wenn wir auf’s Land kaemen, wuerde alles ruhiger. Es gibt kein Land, es gibt nur vollgestopfte Strassen. Und immer wieder Hupen, Vollbremsung, ein „verkehrsberuhigender Querhuegel“ mit auf- und abhuepfen des Autos. „Speed Breakter“ brummelt unser Fahrer, to much“. Besonders widerlich sind enge Kurven, dort lauern diese Dinger vor und nach der Kurve (bedenkt vor der Kurve ist nach der Kurve).

Die Strassen in Goa sind hoechstens so breit wie bei uns die ueblichen Landstrassen, aber kurvenreicher und durch die hohen Baeume uneinsichtlicher, trozdem werden sie wie dreispurige Schnellstrassen befahren. Ueberhollt wird immer, d.h. der Taxler zieht seine Auto auf die Gegenfahrbahn (ich glaub dieses Wort kennen die hier nicht) und schaut ob es langt, wenn nicht, wird gehupt und bis zum letzten Moment draufgehalten. Von der Rueckbank kommt dann abundzu ein „Oh Gott“.

Interessant sind die Fast-Begegnungen auf dem Mittelstreifen. Ich habe in der ein-einhalb-stuendigen Fahrt nicht herausbekommen, wer nachgibt und warum.

Eindeutigen Respekt zeigte unser Taxler nur vor Lastwagen und Schulbussen. Diesen gewaehrte er ohne Hupen und Getue Vorfahrt, ob zu recht oder unrecht, spielte keine Rolle.

Bei diesem Husarenritt war es kaum moeglich erste Eindruecke von Indien zu sammeln. Dann schrie Elisabeth auf und teilte uns allen mit: „Wie bei John Irving im Buch Cirkuskind (A son of a Circus).“ Sie hatte einen alten Inder am Strassenrand entdeckt, der gerade seine Notdurft verrichtete. Und als die ersten Kuehe am Strassenrand auftauchten, ertoente wieder vom Ruecksitz: „Wie bei John Irving.“

Vollbremsung, ein gewaltiger Stoss, der Fahrer hat dieses Mal zu spaet gebremst, das geht auf die Stossdaempfer. Aber unser Fahrer zeigte keine Reaktion, wichtig immer hupen und Vollgas. An den Kuehen rauschte mit vollem Tempo dermassen knapp vorbei, dass ich manchmal glaubte, der Windzug muesste diese umreissen. Aber nichts. Die Kuehe blinzelten nicht einmal mit den Augen oder schlapperten mit den Ohren. Die hatten die Ruhe weg (beide Fahrer und Kuehe).

Wir weniger. Das letzte Stueck Reise zu unserer Unkunft verlangte und noch einmal alles ab. Endlich nach fast zwei Stunden, fuer etwa 60 km, kletterten wir verstaucht aus dem Auto, schuettelten unser Fuesse aus und streckten uns.

Unglaeubig starrten wir dann unseren Taxler an, als er auf einen schmalen Weg deutete, der in ein verwuchertes Palmenwaeldchen fuehrte und sagte „Ashyana“.

Kurt

PS.: Als wir spaeter anderen von dieser Fahrt berichteten, winkten diese nur ab: Goa is India light.

Mittwoch, 12.11.2014

Beobachtungen am Strassenrand

Wer schon mal das Buch "Zirkuskind" von John Irving gelesen hat, der  kennt die blumigen Beschreibungen von Autofahrten in Indien. Ich habe das Buch bereits zwanzig mal gelesen und es ist schuld daran, dass ich hier in Indien bin. Irgendwie konnte ich es mir nicht vorstellen, dass es hier so ist, wie beschrieben. Aber wirklich es ist so!!!

Zunaechst mal: Indien riecht. Es riecht manchmal gut, manchmal schlecht, aber immer irgendwie. Neutral ist nicht. Welche Gerueche gibt es da.

- Raeucherstaebchen
- Gewuerze und leckere Essensduefte
- Scheisse
- gammliger Fisch (Verleihnix laesst gruessen)
- Plastikgerueche
- Bimsstein
- Feuer am Strassenrand
- Dschungel (modrig/Blueten)
- ......

Wenn man dann mit dem Auto durchs Land rast, erlebt man einiges (wie Kurtl schon beschrieben hat)

Kuehe auf der Strasse. Es gibt geschmueckte und ungeschmueckte Kuehe am Strassenrand, Alte und Teenager-Kuehe am Kreisverkehr und liegende Kuehe mitten auf der Strasse. Die Kuh ist heilig. Deshalb kommt keiner auf die Idee sie vielleicht zu verscheuchen. Eine Kuh auf der Strasse bedeutet. Darauf zurasen, (Insassen wie ich schliessen dann erschrocken die Augen, weil man ja schliesslich das Blutbad nicht mit anschauen will), um fest zu stellen, dass wieder nichts passiert ist. Obwohl die Kuh genau einen Fahrstreifen absperrt und wir samt zwei Motorradfahrern und einem Auto im Gegenverkehr an ihr vorbeifahren. Die Kuh jedenfalls, scheint wirklich heilig zu sein, denn sie bleibt ungeruehrt vom Tohuwabohu liegen.

Sch..... auf der Strasse. Wie hat das der Kurtl beschrieben. Ein Mann hat seine Notdurft am Strassenrand verrichtet. Also ich sah dort einen Inder von der dunklen, hageren Sorte. Dieser hatte einen wirkliche beachtlichen Haufen gemacht, besonders wenn man seinen asketischen Koerperbau bedenkt. Er war gerade dabei sich mit Blaettern zu reinigen. Sein Untergewand, bestehend aus einem weissen Schal schlabberte ihm, nebst allem anderen, grosszuegig um die Knie. Der Oberkoerper war ebenfalls nackt.

Kinder auf der Strasse. Die meisten Kinder die ich sehe, stehen zum Glueck am Strassenrand. Es gibt aber auch Kinder, egal welcher Groesse und Zahl, die sitzen auf Motorraedern. Es gibt auch Kinder die laufen in der Schulunform am Strassenrand entlang. Die Kinder in einer Groesse, wo wir uns staendig fragen, ob die ueberhaupt schon in die Schule gehen. Aber es gibt auch ganz wagemutige Eltern, die lassen ihre Kinder tatsaechlich mit dem Fahrrad fahren.

Strassenarbeiter: Am Strassenrand ist fuer alle ersichtlich ein riesiges Loch, das die Haelfte unserer Fahrbahn einnimmt. Das Loch ist gefuellt bis zum Rand mit orangebraunem Wasser. Darum herum stehen drei Arbeiter. Bei genauem Hinsehen sind es vier, nur das der vierte bis zur Nasenspitze in der Bruehe steht und angestrengt an irgendetwas herumwerkelt, was sich unter Wasser befindet. 20 cm vor seiner Nasenspitze tobt der Verkehr. Vielleicht ist diese Strasse ja unterspuelt. Was solls!!!

Kurtl hatte uebrigens eine prima Idee zur Regelung des Bevoelkerungsueberschusses in Indien: "Abschaffung der Speedbraker"

Namaste ihr Lieben

Elisabeth

Donnerstag, 13.11.2014

Weinger OM mehr Fun

Ashiyana Yoga Centre liegt an dem schönen und unberührten Mandrem Beach im Norden von Goa. Inmitten von üppiger, tropischer Flora und Fauna koennen Sie Ihren Körper entspannen, Ihren Geist beruhigen und wecken, um Ihren inneren Frieden des Seins zu entwickelt. -- So weit der offizielle Teil.

Als wir angekommen waren, wollten wir nur duschen und schlafen. Der erst Eindruck nach der Besichtung unserer Bambushuetten war so „naja“. Fuer mehr reichte es nicht. Nach dem Waschgang und nach dem Anlegen Temperatur gerechter Kleidung gingen wir auf Besichtigungstour. Hier die ersten Eindruecke:

  Bild 1: der Steg zum Centre -- Bild 2: die Rezeption (bitte Schuhe ausziehen)

Bild 3 und Bild 4: unsere Bambushuetten

 

Bild 5: die Betten -- Bild 6: Die Beleuchtung -- Bild 7: herrlich gepflegte Anlage

 

Bild 8: Nichts fuer den heimischen Blumentopf -- Bild 9: die Essensausgabe

 Die Maedls beim Abendessen und da Kurtl beim Testen seiner neuen Kamera

 Kurt

Freitag, 14.11.2014

Stranderlebnisse

Ich hatte ein ganz wundervolles Stranderlebnis. Beim Baden bin ich in einen Schwarm kleiner Fische geraten. Welche Fische weiss ich nicht, Schande ueber mich als Fischerin. Ueber mir kreisten Seeadler. Mindestens 10 Stueck. Ploetzlich kamen sie immer tiefer und begannen vor meinen Augen (Abstand ca. fuenf Meter) Fische zu fangen. Sie flogen ca zwei Meter ueber dem Wasser, peilten einen Fisch an, der zu nah an der Oberflaeche schwamm, stuerzten sich herab und packten den Fisch mit den Krallen. Dann flogen sie wieder hoch und frassen die Fische im Flug. Das Schauspiel dauerte ca. eine halbe Stunde. Dafuer alleine hat sich die Reise bereits gelohnt.

Namaste

 

Elisabeth

Samstag, 15.11.2014

Anjuna Flohmarkt - Where have all the Hippies gone?

Anjuna ist berühmt für seinen Mittwoch Flohmarkt. Vor Jahrzehnten, in den 60er Jahren, war es ein beliebter Treffpunkt für Hippies, die ihre Waren auf dem Markt verkauften. In diesen Tagen sind fast alle Hippies verschwunden (so der offizielle Text).

NEIN, nicht fast, sondern alle.

Es gibt nur noch industriell gefertigte Massenware. Viele T-Shirts z.B. mit Che Guevara oder Bob Marley Motiven findet man in Deutschland ebenso. Was aber nervt, sind die aggresiven „Standschlepper“: Come into my shop, good price for you, where you come from, what`s your name etc. Auf letztere Frage antworte ich jetzt immer mit :Rittl-pruempft". Das schaffen sie nicht nachzusprechen. Ihre Verblueffung nutze ich und gehe weiter. Ich entgehe damit dem offiziellen Handschuetteln und sie koennen micht nicht in ihren Laden ziehen.

Zudem haben wir wir einen besonders heissen Tag erwischten. Da konnten uns die vielen liebevoll laechelnden, aber kitschigen Touristen-Budda-Figuren auch nicht troesten.

Als Rettung erschien uns eine ueberdachte Trinkausgabe (Cafe kann man das nicht nennen), leider war mein „Cold Coffee“ total versuesst.

Zwei Lichtblicke: der Gewuerzverkaeufer und unser Taxifahrer, der fuer einen „Special price“ uns hin- und zurueck fuhr inklusive zwei Stunden Wartezeit. Ach ja, bei der Abreise entdeckten wir noch ein Hinweisschild (fest auf`s letzte Bild klicken).

Kurt

   

Samstag, 15.11.2014

"Blumenkinder" - oder Flowerpower today

In Erinnerung an die alten "Blumenkinder". Tischdekorationen und sonstiges, aufgenommen bei uns im Ashiyana Yoga Centre, Mandrem.

 

 Kurt

Sonntag, 16.11.2014

Meine Bank, mein Friseur, mein neuer Job .....

Eine Woche sind wir nun hier. Schnell stellte sich heraus, dass sich jeder von uns eine kleine eigene Welt geschaffen hat. Mit Anneliese versuchte ich bei einer Bank Geld zu wechseln, das funktionierte nicht. Die vergeben nur Kredite. Das Wechelgeschaeft ueberlassen sie privaten Wechselstuben. Unsere lage - ueber eine Huehersteige erreichbar - im ersten Stock des gelben Hauses. Der Raum fast gerade drei Personen. Rechts darunter hat eine Friseur sein Geschaeft. Bei diesen Temperaturen (30 Grad und hoeher) gibt es nur einen Haarschnitt. Ausserdem kann da nichts passieren (verschneiden oder so). Das rechte Bild zeigt Abhay, in seinem Cyber Cafe in Mandrem Beach. Der Laden dient nur als Vorwand, sein Geld verdient er mit Geldwechseln. Aber er hat einen schlechten Kurs. Die Stunde am Computer dagegen betraegt nur 44 Rupien, etwa 0,60 Euro. Das ist okey.

 

Das linke Bild zeigt mich bei meinem neuen Job: "This Boutique ist occupied by three German Madls."  Ich halte moegliche andere Kaeufer davon ab, in den Laden zu gehen, damit meine Maedls schneller fertig werden und wir weitere ziehen koennen. Das Bild daneben ist unsere Waescherei. Der Preis fuer ein frisch gewaschenes und gebuegeltes T-Shirt liegt bei 10 Rupie, also 12 Cent. Das ist nicht das Problem, aber meine T-Shirts haben in ihrem ganzen Leben noch nie ein Buegeleisen gesehen. Bis jetzt haben sie es ueberlebt.

    Auch ja und das sind Divjank und Anwar aus Arambol, aber das ist eine andere Geschichte und die hat was mit grossen Bildern zu tun.

Kurt

Sonntag, 16.11.2014

Witz des Tages

Anneliese, Kurtl und ich sitzen am Abend in einer Bar. Wir unterhalten uns darueber, was wir alles nicht mehr mit nach Hause nehmen, weil wir es verbraucht haben. Kurtl: "Ich habe eine ganze Flasche Haarshampoo hier verbraucht!" Hahaha

 

Namaste Elisabeth

Montag, 17.11.2014

Toiletten für alle - das indische Steh- und Sitzklo

Email von Regina 

Habe ganz vergessen zu erwähnen, dass in der Wochenendausgabe der AZ folgender Artikel steht: "Toiletten für alle! Nackte Hintern sieht man in Indien überall: entlang der Bahngleise, auf den Feldern, am Rand der Slums. Die Regierung will nun Klos für hunderte Millionen Menschen bauen." Gruß Regina

Hallo Regina,

hier die indische Loesung, fotografiert von Elisabeth: das kombinierte Steh- und Sitzklo.

Montag, 17.11.2014

Hilfreiche Beleuchtung

Wohin mit den langen Lichterketten nach Weihnachten? Hier eine Idee aus Indien: beleuchtete Kokusnusspalmen - mehr Sicherheit fuer Trinker!

 

 

Montag, 17.11.2014

Heiliger Laerm

Sonntag 5:00 Uhr. Ich werde von lauter Musik geweckt. Vermutlich eine Blaskapelle spielt eine immer wiederkehrende Sequenz. "Oh Gott, ich habe die Weckfunktion meines Handys aus Versehen eingestellt!" So mache ich die ganze Anlage wach. Hektisch suche ich mein Zimmer nach dem Handy ab. Als ich es finde - Ueberraschung - es ist ganz friedlich und still.

5:15 Uhr. Die Musik aehnelt jetzt eher Tanzmusik. Vorsichtig oeffne ich die Eingangstuer meiner Huette, damit mich niemand sieht, schliesslich bin ich noch nackig. Unnoetige Vorsicht. Vor meiner Huette steht jedenfalls keine Blaskapelle. Genauso verfahre ich mit der Terassentuer. Eigentlich kann dort gar keine Blaskapelle stehen, denn hinter meiner Terasse beginnt der Sumpf. Aber irgendwo muss sie ja stecken. Wieder Fehlanzeige.

5:30 Uhr. Entnervt krieche ich wieder unter mein Moskitonetz. Ein Kissen unter den Kopf, ein Kissen auf den Kopf. Aber an Schlafen ist bei dieser Lautstaerke nicht zu denken. Dabei wollte ich heute mal das Yoga ausfallen lassen und richtig ausschlafen. Vielleicht die Kirche besuchen um 10:00 Uhr.

6:00 Uhr. Die Glocke der Kirche lautet und ruft zum ersten Sonntagsgottesdienst. Jetzt klaert sich die Sache auf, denn der Gottesdienst wird live uebertragen, fuer alle Einwohner und Gaeste von Mandrim, seien sie Christen oder Hindus oder gar nix. Ich streiche spontan den Gottesdienstbesuch, der Pfarrer predigt eine geschlagene Dreiviertel Stunde. Kurz vor 8 Uhr beginnt wieder die Tanzmusik, um acht Uhr der zweite Gottesdienst und so fort bis zum spaeten Abend.

Die katholische Kirche in Goa scheint immer noch zu missionieren. Ich ueberlege, ob ich zum Hinduismus konvertiere.

 

Namaste Elisabeth

Dienstag, 18.11.2014

Immer des Gschiess mit der Elli!

Als ich mir vor der Abreise Gedanken darueber gemacht habe, wie ich am besten die Geldfrage in Indien loese, kam ich auf die gute Idee eine Prepaid-Creditkarte anzuschaffen und nur eine begrenzte Summe darauf zu laden. Sollte das Geld nicht reichen, so hat meine Tochter Paulina Kontovollmacht und die Moeglichkeit mehr Geld darauf zu buchen. So weit so gut. 

Wir reisten an mit geschmuckelten Rupien von Kurt. Die Einfuhr von Rupien ist verboten. Aber Kurtl konnte von einem Freund in Deutschland bereits welche erwerben und nahm sie im Koffer mit. Da das Gepaeck ohne Probleme eintraf, waren wir sofort zahlungsfaehig. So umgingen wir die Halsabschneider von Geldwechsler am Flughafen. Grosszuegig drueckte Kurtl jedem seiner Maedls 2500 Rupien in die Hand, natuerlich leihweise. Das sind umgerechnet etwa 33,- Euro. Das reichte fuer die ersten Tage leicht. So dachten wir jedenfalls.

Bereits am ersten Abend wurden wir mit den geschaeftstuechtigen Indern konfrontiert. "Come into my shop! Hallo Mam, whats your name! Just a little buisness please!....." Zunaechst kauften wir nur Kleinigkeiten zu komplett ueberhoehten Preisen, wie sich ueber die zeit herausstellen sollte. Schon nach zwei Tagen musste ich Geld tauschen. Ausser der Kreditkarte hatte ich Bargeld dabei. Geldwechsler findet man an jeder Ecke. So weit so gut.

Auch am Strand kann man Geschaefte machen. Die vielen jungen Maenner mit ihren Perlenketten und Ketten aus Halbedelsteinen fanden in uns drei Frauen dankbare Kundinnen. Auch wenn wir im Handeln immer geschickter wurden, einer von uns musste der anderen staendig Geld leihen. Aber irgendwie waren wir immer fluessig. Dann kam der Tag, meine Creditkarte das erste mal einzusetzen. Ich marschierte zu einem Geldautomaten in der Beachstreet und bemerkte mit Schrecken, dass ich den Brief mit der Pinnummer nicht geoeffnet hatte. Per Whatsapp lieferte mir Paulina die noetige Information. Das Abbuchen funktionierte problemlos. Der Automat begruesste mich freundlich mit meinem Namen.

Da man in Goa nichts anderes machen kann, als Yoga, Massagen, Barbesuche und Shoppen, wollte ich ein zweites mal abheben. Irgendetwas lief schief. Der Automat gab meine Karte nicht zurueck - so glaubte ich jedenfalls. Das ich sie vorher schon wieder eingesteckt hatte, war mir in der Hitze (33-38 Grad) wohl entfallen. Zermuerbt lief ich zu Kurtl ins Internetcafe und klagte ihm mein Leid. Tapfer machte er sich auf den fuer ihn ausgedehnten Weg die Beachstreet entlang zum Automaten. Aber auch Kurtl konnte nichts ausrichten. Er ruettelte so lange am Automaten, bis dieser ganz die Arbeit einstellte und nur noch Streifen ueber den Bildschirm liefen. 

Am Abend suchte ich Beistand im Yogacenter. Diese telefonierten auch gleich hilfsbereit herum und boten mir an, die Karte mit ihnen zu holen. So bestieg ich hinter einem jungen (gutaussehenden) Inder ein Motorrad. (Etwas, was ich ohne Verzweiflung niemals gewagt haette) Wir brausten zunaechst eine holprige unbefestigte Strasse mit tiefen Rinnen entlang, bogen dann natuerlich verkehrt herum (Linksverkehr) in die Landstrasse ein. Dort das uebliche - Gegenverkehr auf der eigenen Fahrbahn, Hupen, Speadbraker, kein Helm und Dunkelheit. Am Automaten angekommen, bot sich das gleiche Bild, Der Automat sendete fleissig Wellenlinien, von der Karte keine Spur. Wir fuhren zurueck und kamen heil an. Man sagte mir, ich sollte erst mal in Ruhe Abendessen. 

Als ich mir gerade meine Nachspeise holen wollte, lehnte dort ganz entspannt der Besitzer des Ashjanacenter am Tresen, laechelte mich an und erklaerte mir auf Englisch die Lage. Dieser Automat kann die Karte nicht geschluckt haben, da er gar keine schlucken kann. In diesem Moment wurde mir siedendheiss bewusst, dass ich die Karte die ganze Zeit in meinem Geldbeutel hatte. Wo ist ein Loch, um darin zu versinken, wenn man mal eines braucht! Alle Angestellten des Yogacenter lachen mich seither froehlich an. Auch im Internetcafe, wurde ich schon angesprochen auf meinen Lapsus. Wahrscheinlich freut sich das ganze Dorf Mandrem ueber die Posse oder das Geschiss mit dieser Elli!

Gerade habe ich mein letztes Geld von der Karte gebucht. Ich habe schon wieder Schulden bei Anneliese, weil ich gestern so einen sensationellen Deal fuer schwarze Perlenketten am Strand gemacht habe. Seis drum. Zur Not ist der Kurtl noch fluessig.

Namaste Elisabeth

Dienstag, 18.11.2014

Eine folgenschwere Email von Google - Kein Kontakt von Goa aus

Hallo Kurt, 
vor Kurzem hat jemand versucht, sich mit Ihrem Passwort in Ihrem Google-Konto (kurt@seiler-ufg.de) anzumelden. Der Anmeldeversuch wurde unterbunden, weil er möglicherweise von einem Hacker ausgegangen ist, der versucht, auf Ihr Konto zuzugreifen

Montag, 17. November 2014 06:00 Uhr UTC 
IP-Adresse: 117.204.137.80 
Standort: Goa, Indien

Wenn dieser Anmeldeversuch nicht von Ihnen stammte, hat vermutlich ein Unbefugter versucht, auf Ihr Konto zuzugreifen. Sie sollten sich so schnell wie möglich in Ihrem Konto anmelden und Ihr Passwort zurücksetzen. 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Google Konten-Team

Liebes Google-Team,

ich wollte lediglich von Goa aus ueber Gmail an meine Lieben Zuhaus und im kalten Muenchen zurueckgelassen Freunde schreiben. 

Kurt

 

Dienstag, 18.11.2014

Mackies Saturday Nite Bazaar - Erdbeerkuchen wie von Mama

Der an den Ufern des Flusses Baga bei Arpora gelegene Markt findet von November bis April jeden Samstag von sechs Uhr abends bis spaet in die Nacht statt. Inmitten von Kokusnuspalmen, wo sie alles vergessen werden, gibt es eine Tanzflaeche ... (so weit der offizielle Text).

Den Unterschied zu anderen Maerkten sieht man gleich: Ueber die Haelfte der Besucher sind Inder. Das Urige beginnt gleich am Eingang. Alle Besucher muessen durch einen Scanner, der allerdings nichts anzeigt. Nur Anneliese durfte nicht passieren. Sie rauchte.

Wir waren puenklich per Taxi angereist. Die Besucherzahl hielt sich noch in Grenzen und so konnte wir locker durch die Gassen zwischen den Staenden schlendern, d.h. fuer mich war es mehr ein Stop-and-Go, Betonung auf Stop.

 

Schliesslich erreichten wir den grossen runden Hauptplatz mit einer Buehne, auf der sich eine Band redlich abmuehte. Das leckere Angebot an Speisen lies unsere "vegetarisch" gebeutelten Maegen hoeher schlagen. Ich entschied mich fuer ein Chicken Tikka, ein Huhngericht in Indien. Die vorbereiteten Spiese haengen schon weit sichtbar von der Decke der Grillbuden. Kleine Stücke vom Huhn ohne Knochen werden mariniert an Spießen in einem Lehmofen, genannt Tandoori gegrillt. Dazu nahm ich Pommes und ein Bier (Kingfisher) wenn schon - denn schon. 

Nachdem Elisabeth schon mit einem Kalorienbomber-Kecks zugeschlagen hatte, holte ich mir von einem alten englischen Ehepaar noch einen gedeckten, selbstgebackenen (so betonte sie) Erdbeerkuchen mit Softeis. Das Eis schmolz dahin, bevor ich noch am Tisch war. Aber es schmeckte hervorragend (bedenkt nach 7 vegetarischen Tagen).

Als wir aufbrachen, hatte sich die Arena gut gefuellt. In den Verkaufsgassen wurde es eng, also hoechste Zeit uns zu verdruecken, so dachte ich, aber die Maedls .....

Gut, dass sich Anneliese die Taxinummer gemerkt hatte. Um den Bazaar herrschte ein emsiges Treiben von kommenden und abfahrenden Taxis. Das Wort Verkehrs-Chaos will ich nicht verwenden, das klingt einfach zu nett, zu brav. Und trotzdem wir fanden unseren Taxi-Fahrer.

Die Rueckfahrt im Dunkeln, ertraegt man am besten mit geschlossenen Augen. Die vielen entgegenkommenden Lichter vollfuehren einen einzigartiger Tanz. Sechs, sieben ... sind es drei Motorraeder und zwei Autos .... oder fuenf ... oder. Ich lag jedesmal daneben. Da es stockduster ist, orientierten sich alle Verkehrsteilnehmer in die Mitte der schmalen Strasse. Das Tempo gleicht dem am Tage. Aber wie ihr an diesem Blog seht, wir haben ueberlebt.

 Kurt

Mittwoch, 19.11.2014

Strandgeschichten vom Arabischen Meer

Der Strand von Mandrem in Goa ist tatsaechlich der schoenste Strand, den ich in meinem Leben gesehen habe. Als grosser Fan von Wasser, speziell warmen Wasser, bin ich kaum noch heraus zu bekommen. Mandrem bietet einen ca. fuenf Kilometer langen Sandstrand. Es muendet ein Fluss ins Meer in dessen Muendungsgebiet man besser nicht badet, da saemtliche Abwaesser des Ortes mit gefuehrt werden. Aber schon ein paar hundert Meter weiter ist alles sauber und man geniesst reges Leben in und am Wasser. Seesterne, Fische, Muscheln, Schnecken, Seeschlangen, Fischadler, und kleinere Voegel auf Stelzenbeinen.

Der Strand ist gesaeumt von Palmenwaeldern. Der Uferbereich ist mehrere hundert Meter breit. Ebbe und Flut machen den Strand entweder schmal oder sehr weit. Die Duenung ist super. Richtig schoen hohe Wellen. Ein echtes Meer eben.

Anneliese, Renate und ich verbringen taeglich ein paar Stunden in und am Meer. Wir wandern vom Ashyana zum sauberen Strandteil. Dort sind Huetten aufgebaut, die Schatten spenden. Darunter stehen gemuetliche Strandliegen. Die Huetten gehoeren zu Restaurants, wo man von freundlichen jungen Maennern mit allem Noetigen bedient wird. Kaltes Wasser, Dietcoke, Kaffee und Lassi. 

  

Meistens erreichen wir die Liegen gegen Mittag, genau rechtzeitig, denn dann verabschieden sich die Horden von russischen Touristen zum Mittagessen und zur Siesta. Sie kommen erst am spaeten Nachmittag zurueck. Dann aber mit Kind und Kegel. Vorallem Kind. Jeden Abend ist Babyschwimmen angesagt, mit dicken Babybaeuchen und suessen, bereits geschluepften Kleinen. Die Herren der Schoepfung spielen Volleyball oder zeigen bei Liegestuetzen etc. ihre Muskeln.

Ich habe mir nach ein paar Tagen ein Bodysurfboard besorgt. Die Wellen sind hoch, aber nicht so hoch wie am Atlantik. Deshalb brauchte ich ein wenig, um die Wellen optimal abfahren zu koennen. Viel besser als am Atlantik ist aber der Untergrund. Wenn man einen Fehler macht wird man auf den Sand geworfen nicht auf Steine.

 

Anneliese liebt lange Strandspaziergaenge. Manchmal ist sie bis zu zwei Stunden unterwegs. In unserem Strandabschnitt gibt es sogar einen Rettungsschwimmer und ein roter Jeep mit Aufschrift "Tourist Security" faehrt etwas unmotiviert auf und ab. 

Jeden Tag bekommen wir Besuch an unseren Strandliegen. Da sind die Verkauferinnen mit Tuechern und Schmuck und vorallem die jungen Maenner mit ihren Perlenketten. Sie alle sind uns jetzt schon persoenlich und mit Namen bekannt. Wir kennen ihre Umstaende unter denen sie arbeiten, ihre Familien und wir machen ein wenig "aufsuchende Sozialarbeit" und kaufen ihnen darueberhinaus immer wieder ein schoenes Stueck ab. Auch mit der Polizei hatten wir schon Kontakt. Die Haendler am Strand sind eigentlich verboten. So haben wir sie schon ein ums andere mal gerettet, indem wir unsere Handtuecher ueber ihre Waren gebreitet haben. Leider hat es einmal nicht geklappt und die gesamte Ware eines jungen Mannes wurde konfisziert.

Morgen ist unser letzter Badetag. Ohhh wie schade. Dieses Meer wuerde ich gerne gegen den Feringasee eintauschen. 

Namaste Elisabeth

Mittwoch, 19.11.2014

Nicht vergessen: World Toilet Day 19.11.2014

Leute, lest die Email von Regina (weiter unten), dann wisst ihr warum, dass hier ein so wichtiges Thema ist. Der Toiletten-Komplex steht am Eingang vom Markt in Mapusa, Hauptstadt des Bezirks Bardez. Natuerlich musste wir ihn besuchen, weil Elisabeth dringend einen blinkenden "Ganesha" (Hindugottheit: Gott der Weisheit, des Wissens und der neuen Anfänge) brauchte. 

Der Chef vom Internetcafe erzaehlte uns, das im September das grosse Fest der Gottheit von Ganesha gefeiert wird. Jeder hinduistische Haushalt kauft sich einen Ganesha aus Ton, dieser wird geschmueckt mit Obst und Blumen. Die Feier dauert zwei Wochen. Die Familien treffen sich, sie essen zusammen und gehen in den Tempel. Man bekommt bis zu sieben Tagen frei. Am Ende des Festes uebergibt man die Ganeshafigur dem Wasser. (Kannte ich natuerlich schon vom "Zirkuskind", meinem Indienreisebuch!)

 

Kurt & Elisabeth

Donnerstag, 20.11.2014

Sprit an jeder Ecke und die zwei Ampeln von Goa

Sie stehen ueberall herum, am Strassenrand, vor und zwischen den Verkaufsbuden, Wasserflaschen gefuellt mit einer hellorangen, durchsichtigen Fluessigkeit. Als ich beim Rueckwaertsgehen eine Flasche von einem Hocker warf, fragte ich hoeflicherweise nach, welche Geschmacksrichtung das Getraenk habe. Der Verkaeufer verstand mich nicht. Ein anderer kam hinzu und meinte: "no drink, patrol." Ach ja.

Stimmt, ich habe hier noch keine Tankstelle gesehen. Der Liter, so erfuhr ich, kostet 70 Ruipien (knapp einen Euro). Das ist fuer Indien teuer, vielleicht daher die Abgabe in kleinen Mengen (!). Im Kopf ueberschlug ich mal kurz, wie viele "Kleinst-Versorgungstellen" ich mit meinem Auto fuer eine Tankfuellung anfahren muesste.

Auf der Fahrt nach Old Goa fragte ich unseren Taxifahrer, wo er denn tanke? An Tankstellen und zaehlte die zwei, drei Orte auf. Ich erfuhr, dass der Sprit in Goa billig sei, als in den Nachbar-Bundesstaaten, die nehmen zusaetzlich eine Abgabe von 10 bis 20 Rupie, Goa null.

Vor Panaji (sprich Panaschi) deutet unsere Taxler nach vorne. Ich traute meinen Augen nicht: eine Ampel. "On of two," sagte er, die andere stehe am Flughafen. Denn erklaerte er mir, dass die Leute nicht wissen wozu die gut sein soll, d.h. alle ignorieren sie. Und die, die Ampel beachten, werden wild angehupt.

Ach ja, und dann tankten wir noch. Das geht so: Beim Hineinfahren haelt unserer Fahrer einen 1.000 Rupie-Schein (13 - 14 Euro) hoch, stoppt an einer Zapfsaeule, bei laufenden Motor tankt einer von den vielen Tanleuten das Auto auf und dabei schreibt er eine Rechnung aus. Der Fahrer laesst das Fenster herunter, Quittung und Geldschein tauschen den Besitzer und mit Vollgas geht es weiter.

Kurt

Donnerstag, 20.11.2014

Witz des Tages 2

Ueberall in unserem Ashyana-Yogacamp huepfen kleinere und groessere Froesche umher.

Anneliese: "Vielleicht sollten wir mal einen Frosch kuessen."

Elisabeth: "Aber besser keinen indischen!"

Anneliese: "Dann steht ploetzlich ein Maharadscha vor uns!"

Elisabeth: "Wohl eher so ein Inder, der sagt: Be my wife. I need a german passport!"

Kurt: "Ganz bestimmt sagt er: Come into my shop. I give you discount!"

Namaste Elisabeth

Freitag, 21.11.2014

Tea, Om & Vegi Food no Sex, Drugs & Rock`n Roll

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Freitag, 21.11.2014

Von Yogafrettchen und Muskelkatzen

Wie ihr alle wisst, sind wir hierin einem Yogacenter. Das haben wir auch alle mehr oder weniger genutzt. Die Yoga-Queen ist eindeutig unsere Renate. Aber auch wir anderen haben fleissig mit geturnt. Kurt hat die Sache eine Woche lang ausprobiert, um zum Schluss zu kommen, das Yoga eindeutig nichts fuer ihn ist. 

Jeden Morgen um 8:15 Uhr gab es eine Beginnergruppe. Wobei dort alle versammelt waren, die keine speziellen Yogakurs gebucht haben. An einem Tag wurde daher alles ganz langsam gemacht, mit vielen Erklaerungen. Am naechsten Tag waren die Uebungen anspruchsvoller. 

Mir haben die langsamen Tage viel besser gefallen, bei den anspruchsvollen bin ich regelmaessig ausgestiegen. Noch nie wurden mir Yogauebungen so ausfuehrlich erklaert. Wir alle sind dehnbarer als bisher und unsere Muskeln sind kraeftiger geworden. Die Haltung hat sich geaendert, aufrechter und anmutiger (Hihi). Bezahlt haben wir das Ergebnis mit jede Menge Muskelkater. 

Ein guter Teil des uebrigen Yogavolks war ganz schoen "Om" - gewoehnungsbeduerftig - irgendwie heilig. Da wir weniger heilig sind gaben wir einen huebschen Kontrast ab. 

Ich glaube, das ich wieder nach Goa moechte, aber bestimmt gehe ich nicht mehr in ein Yogacenter. Das passt einfach nicht zu mir. 

Namaste Elisabeth

Freitag, 21.11.2014

Besuche in Mandrem Market

Ein kurzer Ausflug fuehrte uns wiederholt nach Mandrem Market. Zwanzig Minuten Fussmarsch entlang einer vielbefahrenen Strasse!!!!! 

Wir fanden dort ein wunderschoenes kleines Kaffee mit leckeren Suessigkeiten und eine Schneiderin, die uns einen Churidor schneiderte. Ja, ja ich weiss - ich laestere in Muenchen immer ueber die Preussn in Dirndln und Lederhosen - das werde ich ab sofort unterlassen. Denn nun bin ich zu einer Deutschen in indischer Kleidung geworden. 

Namaste Elisabeth

Freitag, 21.11.2014

Kurtl und der unverwesliche Leib des heiligen Franz Xaver

Am Mittwoch machten wir einen Ausflug nach Old Goa. Bereits im Flugzeug, wo neben mir eine Goanerin aus Salzburg sass, wurde mir angeraten unbedingt den Heiligen zu besuchen. Bei 38 Grad machten wir uns, im zum Glueck klimatisierten Taxi auf den Weg. 

Im Kreuzgang der Kathedrale Bom Jesu geschah es zum ersten mal. Leider war ich gerade auf der Toilette, deshalb konnte ich die Situation nicht fotografieren. Sieben Inderinnen im reiferen Alter stuerzten sich auf unseren Kurtl und baten Renate ein Foto von Ihnen mit dem Kurt in der Mitte zu machen. Dies geschah an diesem Tag so oft, dass Renate irgendwann resigniert fest stellte: "Wenn Kurt pro Foto 10 Rupien verlangen wuerde, koennte er in kuerzester Zeit seinen Urlaub refinanzieren."

Angesichts unseres Kurtls geraet der unverwesliche Leib des heiligen Franz Xaver durchaus ins Hintertreffen. Einer der jungen Maenner vom Foto meinte hinterher bewundernd: "He is a real healthy man!"

Bild 1. Reihe Kurtl mit Inder aufgenommen im Shree Manguesh Temple (ebenso die letzten beiden Bilder in Reihe 2). Bild 2 in Reihe 1 zeigt die Gebeine des Heiligen Francis Xavier. Bild 1 in Reihe 2 aufgenommen im Hof der Basilica of BOM Jesus.

 Elisabeth

 

Freitag, 21.11.2014

Goodby Goa - Goodby India

 Herzlichen Dank fuer euer Interesse. Elisabeth & Kurt